Schulprogramm

Herderschule Rendsburg
Gymnasium der Stadt Rendsburg
Europaschule

Schulprogramm
der
Herderschule Rendsburg

Beschlossen am 26. Mai 2008
Überarbeitet am 31.Oktober 2011

Inhalt

Präambel

  1. Die neue Struktur unseres Schulprogramms
  2. Herderschule – Europaschule
  3. Ziele der Herderschule
    3.1 Orientierungsstufe
    3.2 Mittelstufe
    3.3 Oberstufe
  4. Fahrtenprogramm der Herderschule
  5. Erwartungen und Ziele der Eltern
  6. Erwartungen und Ziele der Schülerinnen und Schüler
  7. Geplante Fortentwicklung

Präambel

Die Herderschule versteht sich als Lerngemeinschaft mit hohen Bildungsanforderungen. Heranwachsende lernen hier auf dem Weg zu Studium und Beruf, Selbstbestimmung mit sozialer Verantwortung zu verbinden.
Schülerinnen und Schüler sollen sich zu erwachsenen, verantwortlichen, ausgeglichenen und lebensfrohen Menschen entwickeln. Damit dies gelingt, müssen Kenntnisse, Fertigkeiten und Einstellungen erworben werden. Zusammen mit den Eltern sind Lehrerinnen und Lehrer bemüht, die Schülerinnen und Schüler auf der Basis unserer gemeinsamen Grundwerte zu gegenseitigem Respekt, Engagement und Fairness zu erziehen. In einer produktiven und konzentrierten Arbeitsatmosphäre sollen sie sich zu Persönlichkeiten entwickeln, die kritisch-konstruktiv denken, Verantwortung übernehmen, selbstbewusst und lebensbejahend sind und sich etwas zutrauen. Sie sollen weltoffen sein, gerade in einer sich wandelnden Welt, und respektvoll gegenüber Menschen und Natur. Sie müssen team- und zugleich konfliktfähig werden, selbstkritisch das eigene Handeln beleuchten und darüber hinaus bereit sein, in ihrer Welt zu bestehen.

 

1. Die neue Struktur unseres Schulprogramms

Die Herderschule, Gymnasium der Stadt Rendsburg, hat sich wie alle Schulen im Lande im Jahr 2002 ein Schulprogramm gegeben. Das Ministerium hat im Nachrichtenblatt 1/98 (S. 4) drei Kriterien vorgegeben, die die Schulprogrammarbeit unterstützen sollen:
a) Die Qualifikation der Schülerinnen und Schüler, insbesondere die Förderung von Verstehen und Verständnis.
b) Die Persönlichkeitsentwicklung unserer Schülerinnen und Schüler, insbesondere unter den Entwicklungsbedingungen des heutigen Jugendalters.
c) Die Vermittlung der nahen und fernen Umwelten mit der schulischen Lebenswelt, insbesondere mit europäischen und internationalen Aspekten.

Im Prozess der Entwicklung von Themenschwerpunkten haben die o. a. Kriterien zunächst keine Rolle gespielt; Anlass zur Wahl unserer Entwicklungsvorhaben waren vielmehr konkrete Anforderungen des Schulalltags. Jedoch lässt sich unschwer erkennen, dass die meisten erarbeiteten Themen den vorgegebenen Kriterien entsprechen.
Das Schulprogramm beschreibt Ziele und die Wege zum Erreichen dieser Ziele. Die Schulen entwickeln sich jedoch ständig weiter und müssen diesem Prozess auch mit der Struktur ihres Schulprogramms Rechnung tragen.
Das Ziel unseres Schulprogramms ist es, einen Anstoß zu einer kontinuierlichen Qualitätsentwicklung der Schule zu geben. Dabei sollen der Prozess für alle an Schule beteiligten Personen nachvollziehbar und die Ergebnisse überprüfbar sein. Aus diesem Grunde hat die Steuerungsgruppe zu Beginn ihrer Arbeit der Evaluation beschlossen, das Schulprofil von dem eigentlichen Schulprogramm zu trennen.
Die darauf folgende Arbeit an der Qualitätsentwicklung strebt darüber hinaus eine stärkere Identifikation mit den zu vermittelnden Kompetenzen und dem Lernort Gymnasium an.
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2. Herderschule – Europaschule

Als Europaschule sind wir im besonderen Maße bereit, in vielfältigen Austausch mit Personen und Institutionen außerhalb unserer Schule zu treten. Offenheit für das eigene Umfeld und Aneignung der europäischen Dimension unserer Lebenswirklichkeit vermitteln den Jugendlichen eine realitätsbezogene Grundlage für den Weg ins Leben.
Die Herderschule ist seit November 1996 Europaschule, und damit eine der ersten von mittlerweile ca. 30 Europaschulen in Schleswig-Holstein.
Erworben haben wir den Titel durch regelmäßige Aktivitäten im Sinne Europas.
Um den europäischen Gedanken zu pflegen und dem Titel Europaschule gerecht zu werden, wird für jeden Jahrgang ein europäisches Curriculum in einem Arbeitskreis erarbeitet, der aus Lehrkräften der Herderschule, sowie Vertreterinnen und Vertretern aus der Eltern- und Schülerschaft besteht.
Dadurch sollen unsere Schülerinnen und Schüler von Anfang an erleben, dass sie auf einer Europaschule sind, Europa kennen lernen und vielleicht sogar Europa erfahren und den europäischen Gedanken mittragen und weitergeben.
Ziel ist es, unsere Schülerinnen und Schüler im Sinne eines gemeinsamen europäischen Wertekanons zu erziehen und in ihnen die Bereitschaft zu wecken, europäisch denkende Bürgerinnen und Bürger zu werden.
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3. Ziele der Herderschule

Die Herderschule als allgemeinbildendes Gymnasium bringt ihrem Fächerangebot (vgl. Lehrpläne) entsprechend in der Orientierungsstufe die Schülerinnen und Schüler auf den Weg, der in der Mittelstufe zum Fundament für die Oberstufe und durch diese zum Abitur, der allgemeinen Hochschulreife, führt.

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3.1. Ziele der O R I E N T I E R U N G S S T U F E

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3.2. Ziele der M I T T E L S T U F E

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3.3. Ziele der O B E R S T U F E


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4. Fahrtenkonzept der Herderschule Rendsburg für die G8-Jahrgänge und die Profiloberstufe

Dieses Fahrtenkonzept ist ab dem SJ 10/11 für alle G8-Jahrgänge und die Profiloberstufe gültig. Für die verbleibenden G9-Jahrgänge gilt das bisherige Fahrtenkonzept.

I Wanderfahrten
Es werden folgende Wanderfahrten im Klassenverband durchgeführt:

Klassenstufe 5./6. Klasse 7.-9. Klasse Profiloberstufe
Anzahl der Über-nachtungen bis zu 2 Fahrten mit 1 – 2 Übernachtungen eine Fahrt mit 4-5 Übernachtungen eine Fahrt mit 8-9 Übernachtungen
Verbindlicher Kostenrahmen für SchülerInnen *** insgesamt 120 € 300 € 550 €
Zielort innerhalb von Schleswig-Holstein (möglichst in DJH) innerhalb von Deutschland innerhalb von Europa
Finanzierung der Fahrtkosten der LehrerIn über Einzahlung in Wanderfahrtstopf **** pro Fahrt pro Lehrkraft 10 € bis zu 300 € (Fahrt + Unterbringung**) 250 €
(ca. 300 € wurden bisher pro LehrerIn vom Land übernommen*)
Organisatorisches • klassenweise
• Zeitpunkt wird in Absprache mit den durch Sprach- oder Religionskurse gekoppelten Parallelklassen und der Schulleitung frühzeitig (mind. 4 Wochen im Voraus) festgelegt
• klassenweise
• der ganze Jahrgang fährt zeitgleich: Der Zeitpunkt wird in Absprache mit den Parallelklassen und der Schulleitung frühzeitig (mind. 1 Jahr im Voraus) festgelegt.
• Erlebnispädagogische oder kulturelle Schwerpunktsetzung mit Vor- und Nachbereitung im Unterricht
• Miteinbeziehung der SchülerInnen in Planung, inhaltlicher Ausgestaltung und Durchführung vor Ort unter Anleitung der Lehrkraft
• klassenweise
• Bindung der Fahrt an Fach oder an das Profil
• Bei der Wahl des Programms wird beachtet, dass ein großer Teil der teilnehmenden S. nicht volljährig sein wird.
• der ganze Jahrgang fährt zeitgleich (G9: in 12.2 oder 13.1;G8: in 11.2 oder 12.1): Der Zeitpunkt wird in Absprache mit den Parallelklassen und der Schulleitung frühzeitig (mind. 1 Jahr im Voraus) festgelegt. Bei voneinander abweichenden Fahrtenterminen der einzelnen Klassen sind Klassenprojekttage durchzuführen bis alle Klassen wieder anwesend sind.
• Planung, Durchführung, Vor- und Nachbereitung liegt mit in der Verantwortung der SchülerInnen
Zielsetzung • Kennenlernen
• Schärfung des Regelbewusstseins
• Stärkung und Förderung der Sozial- und Selbstkompetenz
• allg. Stärkung der Klassengemeinschaft
• evtl. Projektbezug nutzen
• Stärkung und Förderung der Sozial- und Selbstkompetenz; verlässliches und verantwortungsbewusstes Handeln der SchülerInnen in der Gemeinschaft und das Einhalten von Regeln soll eingefordert werden • sprachliche und internationale Schwerpunktsetzung und Berücksichtigung fachspezifischer Inhalte
• Begegnung mit dem alltäglichen Leben im Ausland unter Einbezug der Fremdsprache und Ermöglichung der Vertiefung aus dem Unterricht erwachsener Fragestellungen und Kenntnisse.

* das Geld vom Land wird nach Beschluss der Lehrerschaft für die Finanzierung der Lehreranteile der Studienfahrten eingesetzt.
** Freiplätze in der Fahrt oder Unterbringung stehen der Gruppe zu. Die Lehrkraft muss mit der Gruppe (Schülerinnen/Eltern) absprechen, wem diese Plätze zugebilligt werden sollen. Werden sie nicht für die Lehrkraft verwendet, so werden die Gesamtkosten aus dem Wanderfahrtstopf bezahlt.
***In dem angegebenen Kostenrahmen müssen sämtliche anfallende Kosten (Transport, Unterbringung, Verpflegung und Programm) außer Taschengeld enthalten sein.

**** Da die Kosten laut Wandererlass (S. 17/18) nicht auf die einzelnen Fahrtteilnehmer (Klasse) umgelegt werden dürfen, wird wie folgt vorgegangen:
Von jeder Fahrt wird ein Betrag wie oben angegeben in einen Wanderfahrtstopf bezahlt, aus dem dann wiederum die Kosten für die LehrerInnen (Nachgewiesen durch Rechnungen) entnommen werden. Über den angegebenen Betrag hinausgehende Kosten muss die Lehrkraft in allen Fällen freiwillig selbst tragen oder die Fahrt so abändern, dass der Betrag wieder ausreicht.

II Kurzfahrten
Kurzfahrten können nach Anmeldung und Genehmigung durch den Schulleiter in den Klassenstufen durchgeführt werden, für die keine Wanderfahrten vorgesehen sind. Sie sollen klar definierte unterrichtliche Bezüge haben. Für Kurzfahrten sollte nicht mehr als eine Übernachtung benötigt werden und sie finden in der näheren Umgebung im Inland statt. Für die Durchführung ist ein/e Fachlehrer/in oder der/die Klassenlehrer/in zuständig.

III Sonderfahrten
Unterrichtsprojekte, die eine Fahrt beinhalten, oder die Teilnahme an Programmen der EU (wie z.B. dem Comenius-Projekt), die einen klar definierten schulischen Hintergrund haben, sind nur nach vorheriger Genehmigung durch den Schulleiter möglich.

IV Austauschprogramme
Als Europaschule bietet die Herderschule in möglichst jeder Sprache (Englisch, Französisch, Latein, Spanisch) ein Austauschprogramm bzw. eine Fahrt an, wobei das Angebot maßgeblich von der Bereitschaft zum Austausch der beteiligten Schulen im Ausland abhängt und so von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein kann.
Austausche sollten in den Jahrgängen ohne Wanderfahrten stattfinden.
Die jeweiligen Fachschaften sind für die Ankündigung, Organisation, Durchführung der Fahrt und Auswahl der SchülerInnen zuständig. Termine und begleitende Lehrkräfte werden frühzeitig in Absprache mit der Schulleitung festgelegt.
Privat durchgeführte Auslandsaufenthalte über längere Zeiträume einzelner SchülerInnen werden begrüßt. Eine Beurlaubung ist frühzeitig bei der Schulleitung zu beantragen.
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5. Erwartungen und Ziele der Eltern

Wir erwarten

  • eine verlässliche Gestaltung des Unterrichts (pädagogische Qualität)
  • die Förderung der Stärken der Schülerinnen und der Schüler durch den Unterricht
  • ein breites Fächerspektrum in den Sprachen und in den Profilen der Oberstufe
  • verlässliche Bemühungen der Schule hinsichtlich der notwendigen Praktika (die Schule präsentiert sich als Partner der Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung)
  • eine enge Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen und Lehrern, hinsichtlich der Beurteilung der Fähigkeiten des Kindes (Einschätzung, Empfehlung und Förderung hinsichtlich der späteren beruflichen Ausrichtung)
  • eine individuelle Förderung der Kinder
  • der mangelhaften oder fehlenden Wertevermittlung entgegen zu wirken und eine Erziehung zu gemeinsamen Grundwerten zu unterstützen
  • einen anspruchsvollen Fachunterricht auf gymnasialem Niveau, der durch den Einsatz moderner das eigenständige Lernen fördernde Unterrichtsmethoden ergänzt wird
  • die Erhaltung und Verbesserung einer positiven Schulatmosphäre durch Maßnahmen zur Erweiterung und Gestaltung der Räumlichkeiten und des Umfeldes der Schule
  • eine lebendige Schule als Ort des Lernens, des Zusammenlebens und der Begegnung, an dem man sich wohl fühlt und den alle am Schulleben Beteiligten als ihre Schule begreifen (Wir-Gefühl)
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6. Erwartungen und Ziele der Schülerinnen und Schüler

  1. Wir erwarten einen anspruchsvollen Unterricht auf gymnasialem Niveau, der durch den Einsatz moderner Mittel das individuelle Lernen fördern sollte.
  2. Schülerinnen und Schüler mit größeren Schwächen sollen ebenso wie Kinder mit besonderer Begabung individuell gefördert und gefordert werden.
  3. Um wirklich etwas für das Leben lernen zu können, muss die Schule lebendig sein, also auch ein Ort des Zusammenlebens und der Begegnung, an dem man sich wohl fühlt und den alle am Schulleben Beteiligten als ihre Schule begreifen.
  4. Um auch etwas über das folgende berufliche Leben zu erfahren, sollte die Schule Möglichkeiten bieten, sich rechtzeitig über bestimmte Studiengänge, aber auch über Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren.
  5. Wir wollen zur Erhaltung und Verbesserung (sobald nötig) einer positiven Schulatmosphäre Maßnahmen zur Gestaltung der Räumlichkeiten und des Umfeldes der Schule anstreben.
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7. Geplante Fortentwicklung

Das Profil der Schule weiter schärfen:
  • Das musikalische Angebot der Herderschule soll weiter entwickelt werden.
  • Der Leitgedanke „Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung“ ist weiter zu entwickelt; den Schülerinnen und Schülern soll Verantwortungskompetenz vermitteln werden, um ihnen die Möglichkeit zu bieten, sich in weiteren Aufgabenbereichen zu bewähren.
Die Unterrichtsentwicklung vorantreiben:
  • Das erarbeitete Methodencurriculum soll eingeführt und dann weiter entwickelt werden.
  • Die Selbstkompetenz der Schülerinnen und Schüler im und außerhalb des Unterrichts soll weiterentwickelt werden, beispielsweise durch die selbständige und/oder eigenverantwortliche Übernahme von Aufgaben und Projekten.
  • Das Erkennen verschiedener Begabungen als ein Ziel der Bildungsarbeit soll intensiviert und ein stärkenorientiertes Arbeiten gefördert werden.
Rückmeldungen entgegennehmen:
  • Rückmeldungen zum Unterricht: Aufgrund der ersten Erfahrungen mit Rückmeldung sollen diese weiterentwickelt und gezielter eingesetzt werden.
  • Es wird angestrebt, jährliche Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler zum Schulleben zu erproben.
Als Folge des neuen Schulgesetzes sind die Veränderungen und die Neuerungen in der Herderschule umzusetzen:
  • Die Einführung von G8 muss mit all ihren Facetten bedacht werden.
  • Mit der Einführung der Kontingentstundentafel in der Orientierungsstufe und der Mittelstufe sind schulinterne Stundentafeln zu erstellen.
  • Die Förderorientierung wird in allen Bereichen weiterentwickelt.
  • Fortführung und Vertiefung der Förderung von begabten und hochbegabten Schülerinnen und Schülern durch die Beteiligung am Projekt „Kompetenzzentrum Begabtenförderung“ des Landes Schleswig-Holstein.
  • Es wird eine Profiloberstufe mit vier Profilen eingerichtet, dieses wird in den Folgejahren weiterentwickelt. Für jedes Profil ist ein schulinternes Curriculum zu erstellen.
  • Für die Internetseiten des Ministeriums wird ein Schulportrait zusammengestellt.
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