Orientierungsstufe

Materialliste für neue Fünftklässler

Übersicht:

Was uns wichtig ist:

„Schülerinnen und Schüler sollen sich zu erwachsenen, verantwortlichen, ausgeglichenen und lebensfrohen Menschen entwickeln. (…) Zusammen mit den Eltern sind (wir) bemüht, die Schülerinnen und Schüler auf der Basis unserer gemeinsamen Grundwerte zu gegenseitigem Respekt, Engagement und Fairness zu erziehen. In einer produktiven und konzentrierten Arbeitsatmosphäre sollen sie sich zu Persönlichkeiten entwickeln, die kritisch-konstruktiv denken, Verantwortung übernehmen, selbstbewusst und lebensbejahend sind und sich etwas zutrauen. Sie sollen weltoffen sein, gerade in einer sich wandelnden Welt, und respektvoll gegenüber Menschen (…).“ Zitat aus der Präambel unseres Schulprogramms.

 Die Orientierungsstufe

In den Verordnungen zum Schulgesetz heißt es: „Die Jahrgangsstufen 5 und 6 bilden die Orientierungsstufe“ (SAVOGym § 1 (1)). In der Orientierungsstufe soll durch Beobachtung und Förderung der schulischen und persönlichen Entwicklung ermittelt werden, ob die Schülerin oder der Schüler voraussichtlich erfolgreich am Gymnasium mitarbeiten kann. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den Eltern“ (SAVOGym § 5 (1)).

Dabei ist zu beachten, dass die Wiederholung einer Klasse sowie ein Schulartwechsel innerhalb der Orientierungsstufe nur im Ausnahmefall einmalig möglich sind. Ein Schulartwechsel nach der Orientierungsstufe ist möglich.

Die Versetzung einer Schülerin bzw. eines Schülers in die Jahrgangsstufe 7 des Gymnasiums erfolgt, wenn „die Leistungen in nicht mehr als einem Fach schlechter als ausreichend sind und kein Fach mit ungenügend benotet wurde“ (SAVOGym § 5 (6)). Sofern „individuelle Fördermaßnahmen“ keinen Erfolg gezeigt haben, wird der betreffende Schüler/ die betreffende Schülerin „in die Jahrgangsstufe 7 der  Gemeinschaftsschule schrägversetzt“ (SAVOGym § 5 (7)).

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Die Orientierungsstufe an der Herderschule

Die Klassen 5 und 6 werden in der Regel von einem Klassenlehrerteam geleitet. Das hat den Vorteil, dass Schülerinnen und Schüler und auch Eltern zwei Ansprechpartner haben, die sich intensiv um die Belange der Klasse kümmern. Auch uns Lehrerinnen und Lehrern kommt der Teamgedanke zugute: Der Austausch über die Kinder der Klasse wird intensiviert, viele der anfallenden Tätigkeiten verteilen sich auf mehrere Schultern.

Während der ersten drei Tage haben die neuen SextanerInnen keinen Unterricht nach Plan, sondern erleben ihre „Kennenlerntage“. In dieser Zeit sind sie hauptsächlich mit ihren beiden Klassenlehrkräften zusammen, lernen einander und die Schule besser kennen, frischen Lernmethoden auf oder lernen diese neu (Wie gestalte ich meinen Arbeitsplatz, wie packe ich meinen Ranzen, zu welchen Zeiten lernt es sich gut? usw.) und sie werden in die Benutzung des Herderplaners eingeführt (dieser ist Kalender, Hausaufgaben-Heft und Informationsmöglichkeit in einem und muss an der Herderschule von jedem Schüler der 5.-8. Klasse erworben werden). Außerdem lernen sie unseren Schulsozialpädagogen kennen und erleben eine erste Stunde mit diesem. An jedem dieser Kennenlerntage haben die Kinder außerdem eine Stunde Sport.

Die Zeit ungefähr bis zu den Herbstferien ist eine Zeit der Eingewöhnung. Erfahrungsgemäß geht dieser Prozess für die neuen Sextanerinnen und Sextaner sehr schnell. Von Lehrerseite versuchen wir, vorhandene Unterschiede bezüglich des Lern- und Leistungsstandes der Kinder etwas auszugleichen und dann im Rahmen der Möglichkeiten die Methoden, das Lerntempo und teilweise auch die Unterrichtsthemen der Klasse anzupassen.

Wir sind uns darüber im Klaren, dass Lernen an sich so unterschiedlich ist wie die Menschen selbst, und so gibt es an der Herderschule verschiedene Konzepte und damit vielfältige Möglichkeiten der individuellen Förderung, sowohl in Bezug auf die Leistungsfähigkeit als auch auf die Neigungen der Kinder.

So ermöglichen die im SJ 2010/2011 in Schleswig-Holstein eingeführten Intensivierungsstunden das Arbeiten mit nur einer halben Klasse, wodurch sich die Lehrkraft in besonderem Maße einzelnen Kindern widmen kann. Die zwei wöchentlichen Intensivierungsstunden können z.B. im Fach Deutsch (zwei Deutsch-Kollegen teilen sich die Klasse) und in den Fächern Englisch und Mathematik (je eine Mathematik- und eine Englischlehrkraft teilen sich die Klasse, wöchentlich wird die Teilgruppe getauscht) liegen. Dabei kann die Teilung der Klasse nach unterschiedlichen Kriterien vorgenommen werden: nach Leistungsstand der Kinder, nach Zufallsprinzip, nach Geschlechtern usw. Jede Art der Aufteilung bietet wiederum andere Lernchancen!

Darüber hinaus bieten wir für leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, an einer Hausaufgabenbetreuung teilzunehmen und/ oder fachspezifische Förderkurse zu besuchen, die je nach Bedarf und Anzahl der Interessenten eingerichtet werden. Für lese-rechtschreibschwache Kinder werden in der Sexta sowie in der Quinta Förderkurse angeboten, außerdem gibt es in der Regel einen Kurs Deutsch als Zweitsprache.
Manchmal ist es sinnvoll, eine 1:1-Lernsituation zu schaffen, um Lerninhalte besser zu festigen, daher bieten wir individuell auch die Vermittlung von Nachhilfe durch ältere Schülerinnen oder Schüler an.
Außerdem kann auch ein individuell mit dem Kind und den Eltern vereinbarter Lernplan eine hilfreiche Maßnahme bei Problemen in einem Fach oder beim Lern- und Arbeitsverhalten sein.

Eine besondere Form der Lernförderung stellt an unserer Schule das Lerncoaching dar, das von zertifizierten Lehrkräften angeboten wird, die seit dem Schuljahr 2015/16 durch das IQSH ausgebildet werden.
Lerncoaching versteht sich als individuelle Lernberatung, die einzelnen Schülerinnen und Schülern angeboten wird, um

  • den Lernprozess zielgerichtet voranzubringen
  • Zeitmanagement zu lernen
  • das eigene Lernen zu strukturieren
  • mit Lernstrategien das Lernen zu optimieren
  • mit Prüfungsangst umzugehen
  • Motivation zu fördern.

Ihre Ansprechpartner an der Herderschule sind Frau Nordmann und Frau Klimmek.

Für Kinder mit besonderen Begabungen werden unter anderem vielfältige Plus- und Enrichmentkurse angeboten. Weitere  Möglichkeiten der Förderung finden Sie auf unserer Homepage unter dem Stichwort Kompetenzzentrum für Begabtenförderung.

In den Jahrgängen 5 und 6 gibt es jeweils eine Bläserklasse, die im Musikunterricht als Klassenensemble probt. In einer zusätzlichen Stunde bekommen die Kinder Gruppenunterricht von einer Musikschullehrkraft. Vorkenntnisse auf dem Instrument sind ausdrücklich nicht nötig, da das Konzept darauf basiert, dass alle Kinder ihr Instrument von Grund auf lernen. Für den Instrumentalunterricht sowie für den Instrumentenverleih und die Noten fallen monatlich 37 Euro an.(Bläserklasse)

Ab dem Schuljahr 2017/18 ermöglichen wir zur Verstärkung der bisherigen Bläserklassen die Integration der Instrumente Schlagzeug, E-Gitarre, E-Bass, Keyboard und Klavier – sofern die Bläserklasse noch Kapazitäten hat. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die privat auf dem Instrument unterrichtet werden, also auch selbst eines dieser Instrumente besitzen. Während des Schulunterrichts stellt die Schule die Instrumente. Die Aufnahme in die erweiterte Bläserklasse erfolgt in Absprache mit der Musiklehrkraft.

Wir bieten ab der 5. Klasse das Fach Philosophie als Ersatz für Religion für Kinder ohne oder anderer Konfession als der evangelischen oder katholischen an. Ein Kurs findet statt, sobald 12 oder mehr Schülerinnen und Schüler teilnehmen wollen.

Des Weiteren gibt es im Musikbereich ein vielfältiges AG-Angebot, das im instrumentalen Bereich die Big Band und die Funk & Soul AG umfasst. Im vokalen Bereich gibt es in jeder Jahrgangsstufe die Möglichkeit, in einem Chor zu singen. Dabei stellt der Sextachor eine Besonderheit dar, weil er im ersten Halbjahr als Pflichtchor gestaltet ist, wodurch eine große Anzahl an Schülerinnen und Schüler den Spaß am Singen für sich entdeckt.  

Auch im naturwissenschaftlichen, sportlichen und sprachlichen Bereich bieten wir Schülerinnen und Schülern durch unser umfangreiches AG-Angebot die Möglichkeit, individuellen Interessen nachzugehen sowie ihre Fähigkeiten einzubringen und zu erweitern. So können sie  z.B. an der AG Weiße Brücke (Schülerzeitung), diversen Sport-Arbeitsgemeinschaften, auch Jugend trainiert für Olympia, an der DELF- oder Film-AG teilnehmen. (Arbeitsgemeinschaften)

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Unterricht

In der Sexta erhalten die Schülerinnen und Schüler 30 Wochenstunden Unterricht und haben keinen Nachmittagsunterricht.

  MO DI MI DO FR
1.  7.45-8.30 Chor E Ku Sp Ek
2.  8.30-9.15 Mu E Ku Sp Ek
3.  9.35-0.20 Mu Bio D/D M Rel
4.  10.20-11.05 D Bio D M/E Rel
5.  11.25-12.05 M D D E M
6.  12.10-12.55 Ek M Sp E M

In der Quinta, mit der Einführung der 2. Fremdsprache Latein oder Französisch, haben die SuS 33 Wochenstunden Unterricht.

  MO DI MI DO FR
1.  7.45-8.30 F/L Sp Ku Bio G
2.  8.30-9.15 F/L Sp Ku Bio G
3.  9.35-10.20 M E M L/F Rel/Phil
4.  10.20-11.05 M/D D M L/F Rel/Phil
5.  11.25-12.05 E Mu Phy E M
6.  12.10-12.55 D Mu Phy E Sp
7.  13.05-13.50 D E/E D

Sollten einmal Fachstunden nicht erteilt werden können (z.B. wegen Krankheit oder Fortbildung), findet dank unseres Vertretungskonzeptes jederzeit sinnvoller Unterricht statt.

Weiteres

Wichtig ist uns auch unser Präventionsprogramm, das mit Lions Quest beginnt. Es wird von ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern sowie unserem Schulsozialpädagogen, oft je nach Bedarf/Aktualität, jedoch regelmäßig, im laufenden Unterricht angewandt. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, Thementage zu veranstalten. Es geht in den ersten Monaten darum, als Klasse eine funktionierende Gruppe zu werden. Des Weiteren werden Themen wie die Entwicklung des eigenen Selbstvertrauens, das Verhältnis zu Familie und Freunden, Umgang mit Medien sowie Suchtprävention behandelt. Hier werden auch immer wieder die Eltern angesprochen. Die Präventionsarbeit wird in der Mittelstufe fortgesetzt (Präventionskonzept).

Außerdem bereichern unterschiedliche Ausflüge und Klassenfahrten den Unterrichtsalltag, die weitgehend individuell von den Klassen- und Fachlehrkräften geplant werden, oftmals passend zum jeweiligen Unterrichtsgegenstand. (Das Fahrtenkonzept steht im Schulprogramm unter Punkt 4).

Wir pflegen regelmäßige Kontakte zu den Grundschulen, in einem jährlichen Austausch und Unterrichtsbesuch können die Grundschullehrerinnen und -lehrer erfahren und erleben, wie es mit ihren Schützlingen bei uns weitergeht. Außerdem beraten wir an diesem Tag über verschiedene Themen, die für den Wechsel von der Grundschule in das Gymnasium relevant sind, um den Übergang für die Kinder so fließend wie möglich zu gestalten. Auch besuchen wir unsererseits die Grundschulen, um einen eigenen Eindruck davon zu gewinnen, wie wir die Schülerinnen und Schüler möglichst gut „abholen“ können.

Besuchen Sie unsere Informationsveranstaltung am Samstag, den 18. Februar 2017, die für Sie und Ihre Kinder um 10.00 Uhr in der Aula beginnt.

Anmeldetermine (Kernzeit):

Donnerstag, 2.3.2017, 9-12 Uhr
Freitag, 3.3.2017, 9-12 Uhr
Samstag, 4.3.2017, 9-11.30 Uhr

Bitte bringen Sie eine Kopie der Geburtsurkunde, des letzten Zeugnisses und des Entwicklungsberichts Ihres Kindes sowie den Anmeldeschein im Original mit und ggf. ein Sorgerechtsurteil (sofern von Belang)!

Falls Sie ein Beratungsgespräch während der Anmeldetage mit der Leiterin der Orientierungsstufe, Frau Wegerich, wünschen, vereinbaren Sie dies bitte mit Frau Paßon (Sekretariat der Herderschule, Tel. 04331 123080)!

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