Ehemalige

Herder-Abiturjahrgang 1975 trifft sich zum 40. Jubiläum

Traditionell am ersten Maisonnabend (2.5.) fand das 40jährige Abituriententreffen des 1975er-Jahr-gangs der Herderschule statt. Wie üblich, versammelten sich die Teilnehmer zunächst um 12 Uhr unter dem Kanal im Fußgängertunnel; sicherlich trug wohl das lange Wochenende Mitschuld daran, dass von den  ehemals 79 Herderanern eine recht überschaubare Gruppe zusammenkam: Von den Herren erschien nur ein Fünftel (16 Personen), die Damen wussten aber mit nahezu vollständiger Teilnahme zu glänzen (heißt: Eine von zweien; tja, dies war die allererste „koedukative“ Studienstufe!).

Tunnelblick2
Weiter ging es zum Ort ehemaligen Lernens und Leidens. Es gab einen Abriss über die Entwicklung der Schüler- und Lehrerzahlen: Das Anschwellen der Schülerschaft auf mittlerweile  etwa 1000 Köpfe hat die Einrichtung von 38 Klassen zur Folge gehabt. Entlastung bezüglich fehlender Klassenräume wurde durch die Nutzung eines Teils der benachbarten Eiderkaserne geschaffen. Durch wachsende Inanspruchnahme von Teilzeitbeschäftigungen musste das Kollegium jedoch überproportional wachsen, wodurch  inzwischen drangvolle Enge im Lehrerzimmer herrscht. Bei der  Führung durch das Schulgebäude wurden – teils renovierte oder umgebaute – Funktionsräume in Augenschein genommen, bei deren Besuch einige Anekdoten zu vergangenen Schüler/Lehrer-Kraftproben zum Besten gegeben wurden. Das 1970 hochmoderne Sprachlabor wurde bei einem der letzten Umbauten entfernt (manchem von uns ist es noch dank seiner durch Trennwände gegeneinander abgeschirmten Schülerplätze als „Schlaflabor“ in wohliger Erinnerung). Insbesondere der Chemieraum hat sich stark gewandelt und entspricht jetzt geltenden Arbeitsschutzbestimmungen. Diesen ist es auch zu verdanken, dass eine Außentreppe als zweiter Fluchtweg angelegt wurde, der vom Umlauf um die Kunst- und Werkräume im obersten Geschoß des Hauptgebäudes aus zu erreichen ist. Bei seinem Betreten ist die die kurze Finanzdecke schulischer Einrichtungen zu ahnen, denn die mehrfach geflickte Dachpappe erweckt durch Blasenbildung nicht so recht das Vertrauen, sicher einer Gefahr entrinnen zu können. Wieder auf Erdgeschoßebene zurückgekehrt, nahmen wir wohlwollend zur Kenntnis, dass das Merkelsche „Neuland“ in sämtliche Unterrichtsräume in Gestalt von Datennetzanschlüssen und Projektoren für Präsentationen Einzug gehalten hat. Die Unterrichtsräume in der vormaligen Kaserne bieten neben der Annehmlichkeit der Vollklimatisierung moderne Unterrichtshilfen wie „Smartboards“ und Datennetzversorgung.

Gruppenbild mit Dame2
Wir bedankten uns für die freundlichen und umfassenden Erläuterungen und begaben uns zur „Hauptwache“, wo dieser schöne Mai-Herbsttag in gemütlicher Umgebung bei Speisen, Getränken und Gesprächen (und leider auch dem Gedenken an zwischenzeitig 4 Verstorbene) seinen Ausklang fand; das Treffen zum 45. Jubiläum ist für Anfang Mai 2020 geplant.

Wolf-Dietrich Molzow