Projektwoche 2015

 

 Dies ist die Online-Zeitung der Projektwoche der Herderschule:

 

ProWo2015-online.

In der Mehrheit hat sich das Kollegium für das übergeordnete Themenfeld ‚Europa‘ entschieden. An die Stelle einer Präsentation am letzten Tag der ProWo sollte eine Online Dokumentation treten. Die Autoren der Beiträge gehören zur Klasse 9a (Betreuung durch  WG, Sl und Lg).

Dankenswerterweise hat Herr Lange im Raum 31 einen Zugang zum Intranet der Schule geschaffen, der die Erstellung der Seiten mit dem Programm WordPress ermöglichte. WordPress ist das perfekte Werkzeug um Inhalte im Web zu publizieren. Es ist eine frei verfügbare Software die unter einer Open-Source-Lizenz steht und privat und kommerziell genutzt werden kann. 2009 wurde sie erstmals an der Schule von einem Lk WiPo eingesetzt. Heute basiert unsere neue Schulhomepage auf diesem Programm.

Beiträge, die bisher ausschließlich im Intranet der Schule gelesen werden konnten, stehen jetzt der Öffentlichkeit zur Verfügung.

1. Typische Gebäude in Europa

,,Jeder sollte einmal in seinem Leben eine Burg gebaut haben!“

– Ein gutes Motto, welches mit Hilfe von Entwürfen erfolgreich ausgeführt werden konnte.

Die Klasse 5a behandelte während der Projektwoche das Thema der typischen Gebäude in Europa. Zur Vereinfachung wurde das Thema auf mittelalterliche Burgen begrenzt, da jene schließlich in ganz Europa vorzufinden, also typisch für Europa sind.

Zunächst wurde in kleineren Gruppen aus Legosteinen und anderen Hilfsmitteln ein Plan, wie eine Burg wohl aussehen könne, erstellt. Am darauffolgenden Tag wurde mittels ,,rein platonischer Körper“ aus Tonkarton (= Quader, Prismen, Kegel, etc.) eine perfektionierte Burg zusammengestellt. Dies beanspruchte hohe Konzentration um alle Körper in der richtigen Größe und Form herzustellen.

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An den darauffolgenden Tagen wurden die Burgen vervollständigt und nach Möglichkeit farbig gestaltet. Des Weiteren sollte überlegt werden, wo die gebaute Burg in Europa stehen solle und welchen Namen sie bekommen könnte. Außerdem wurden Wappen und Flaggen angebracht um die Individualität jeder einzelnen Burg zu gewährleisten. Es bestand auch die Möglichkeit, die Burg graphisch aus der Landkarte des jeweiligen Landes herausstechen zu lassen, sodass die Burg mit dem Land zu identifizieren ist.

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Dies alles war nur durch den ,, genialen Einfall und Einsatz“ von Fr. Klauß und Hr. Dühn,    die es schafften, eine Woche lang die 5a zu motivierten, an ihre Grenzen und auch über ihre Grenzen hinaus zu fördern und zu fordern, möglich. Durch den bemerkenswerten materiellen Aufwand und den emotionalen Einsatz wurde das Projekt Burgen in Europa interessant und abwechslungsreich gestaltet. Der Projektinhalt wurde fächerübergreifend konzipiert. Mittels des Künstlerischen Aspektes, der Kreativität, der Ästhetik und durch die ,,mathematischen rein platonischen Grundkörper“ wurde das Projekt perfektioniert und visualisiert.  -5a-

 

2. Europäische Gerichte – Kochbuch

Die Klasse 5b beschäftigt sich diese Woche unter der Leitung von Frau Mitzkus mit dem Erstellen eines Kochbuchs. Außerdem musizieren sie noch mit Herrn Frahm.

In Europa  gibt es eine große Vielfalt an kulinarischen Erlebnissen, die die Klasse gerne mit uns teilen möchte. Durch den Weihnachtsbasar des letzten Jahres sind sie auf die Idee gekommen, ihr eigenes Koch-und Backbuch mit bekannt Rezepten Europas zu entwerfen. In der vorherigen Woche haben die Schüler ihre Vorschläge zusammengestellt und entschieden, welche in das Buch kommen. Darunter befinden sich teilweise einige Lieblingsrezepte, aber auch Gerichte, die die Schüler noch nicht einmal selber gegessen haben. Trotzdem haben die Schüler darauf geachtet, dass es traditionelle Gerichte aus anderen Ländern sind, die wir in Deutschland vielleicht noch nicht kennen.

Das Koch-und Backbuch beinhaltet nur Rezepte Europas wie zum Beispiel

,,gateau au chocolat“ (Schokoladenkuchen aus Frankreich),

,,Pannekoeken met stroop“ (Pfannkuchen mit Speck aus den Niederlanden) und

Berliner (aus Deutschland).

Das Buch wird bis zum nächsten Weihnachtsbasar gedruckt und dort dann verkauft. Das Eintippen des Rezeptes in den Computer macht den meisten Schülern Spaß, einige finden es allerdings auch langweilig, da die Arbeit nicht sehr abwechslungsreich ist.

Das Projekt soll auch den Umgang mit dem Programm ,,LibreOffice Write“ vertraut machen. Die Schüler sollen lernen, bestimmte Funktionen und Einstellungen des Programms zu ihren Gunsten zu nutzen, das könnte ihnen auch in ihrem Leben nach der Schule nützlich sein oder für spätere Projekte und Arbeiten in der Schule. Außerdem sollen sie den allgemeinen Umgang mit dem Computer lernen. Das finden die Schüler auch sinnvoll. Dazu können sie ihre eigenen Laptops mitnehmen oder die der Schule nutzen.

Eine Stunde am Tag spielt die Bläserklasse mit Herrn Frahm die unterschiedlichsten Lieder aus drei verschiedenen Ländern, darunter zum Beispiel ein französisches Volkslied um mehr Gefühl dafür zu bekommen, wie die Musik in den verschiedenen Ländern klingt. Den meisten Schülern gefallen die Stücke und mittlerweile, nach einigem Lernen, können sie diese auch ganz gut spielen. Die Schüler, die aus verschiedenen Gründen kein Blasinstrument spielen können, spielen auf dem Glockenspiel.  -5b-

3. Warum Menschen ihre Heimat verlassen – Flucht nach Europa

Die Anzahl der Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen wird von Jahr zu Jahr größer. Doch nicht nur nach Deutschland, sondern auch nach Gesamteuropa kommen immer mehr  Flüchtlinge. Das war einer der Gründe, warum sich die 6e entschieden hat, in der Projektwoche dieses Thema zu behandeln.

Am Dienstag fuhr die Klasse zum Auswandermuseum Ballinstadt in Hamburg. Dort kann man eine Ausstellung zu Auswanderungen in den Jahren 1850-1938 sehen.

Am nächsten Tag haben die Schüler über die Ausstellung des Museums geredet und einige Familiengeschichten, die von Auswanderung oder Fluchten geprägt sind, besprochen.

Donnerstag machten die Schüler einen Ausflug zur Altstadtschule in Rendsburg und besuchten dort eine DaZ-Klasse (=Deutsch als Zweitsprache). Die 6e durfte bei ihrem Unterricht mitmachen und mit den anderen Schülern spielen. Der Klasse  ist dabei aufgefallen, dass die Altstadt-Schüler aus der DaZ-Klasse zum Teil sehr gut Deutsch sprechen konnten, obwohl viele von ihnen noch nicht lange in Deutschland leben. Die Gruppe empfand die anderen Kinder  als sehr sympathisch und gastfreundlich. Sie konnte mit den ihnen gut spielen, obwohl einige noch nicht so besonders gut mit der Sprache zurechtkamen. Die 6e hat außerdem gelernt, sich mit anderen Kindern trotz sprachlicher Probleme gut zu verständigen. Dieser Tag hat ihnen sehr viel Spaß gemacht.

Am letzten Tag kamen zwei Flüchtlinge in die Klasse, die jetzt in Deutschland leben. Einer von ihnen, Nazir Gueler, lebt  schon seit fünf Jahre in Deutschland. Bei seinem ersten Fluchtversuch aus Syrien in die Türkei scheiterte und er wurde zurückgeschickt. Kurz danach versuchte er mit einem Schleuser nach Griechenland zu kommen. Die Überfahrt war, wie er berichtete, sehr riskant. Das Boot, auf dem sie über das Meer fuhren, war viel zu klein.

Er wurde über ein Jahr lang immer wieder in ein anderes Land geschickt, bis er vor fünf Jahren in Deutschland, seinem eigentlichem Ziel ankam. Hier leben einige Verwandten von ihm, bei denen er auch zurzeit wohnt. Seit zwei Monaten sind auch seine vier Geschwister im Deutschland. Ihre Eltern sind noch in Syrien, doch er hofft, dass sie auch bald kommen. Sein Wunsch für die Zukunft ist Leben, Lernen und Arbeiten mit seiner Familie.  -6e-

4. Europa mit allen Sinnen

In der Klasse 7c ging es darum, Europa mit allen Sinnen zu entdecken. Die Schüler suchten sich verschiedene Themenbereiche aus, die in Form der unterschiedlichen Länder dargestellt werden. Aus verschiedensten Gründen suchten sich die Schüler ihre Themen aus; eine von ihnen wählte Griechenland, da sie das Land nach einem schönen Urlaub interessant fand und ihre Mutter einige Rezepte zur Verfügung hatte. Diese bereitete zum Beispiel griechischen Joghurt, Salat und Zaziki zu.

Ofenpfannkuchen wurden von Mitschülern zum Thema Finnland vorbereitet, weil  Eltern die Pfannkuchen schon einmal erfolgreich ausprobiert hatten und diese schmeckten.

Zu Italien stellten die Schüler passend eine Pizza her. Dänemark wurde durch Hot Dogs vertreten. Eine ganz andere Geschmacksrichtung war Rasklawa und Yuckarollen aus der Türkei.

Den Schülern machte das selbstständige Kochen sehr viel Spaß und alle waren mit viel Freude und Konzentration bei der Sache. Das Ergebnis ließ sich bei allen sehen.

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Ein Schwerpunkt des Projektes war auch das Visuelle.

Auf die Frage, warum sich Frau Schmidt und Frau Wegerich für diesen Themenbereich entschieden haben, antworteten diese:

“Das Thema ´Europa mit allen Sinnen´ haben wir gewählt, weil wir das Thema passend für unsere Klasse finden und im Zusammenhang dazu zum Dialog im Dunkeln fahren, damit unsere Schüler einen Einblick in das Leben vieler blinder Menschen bekommen, unter anderem um den Alltag einer Mitschülerin besser nachvollziehen zu können. Und natürlich gehört das Schmecken auch zu den Sinnen dazu.”

Am Donnerstag fuhr die Klasse wie geplant nach Hamburg. Die Schüler erzählten uns von ihren Erfahrungen und unterschiedlichen Eindrücken. Für die Meisten war es am Anfang komisch und sehr ungewohnt sich in so einer Finsternis zurechtzufinden, aber es hat ihnen geholfen, das Leben ohne Sehkraft nachzuempfinden, weshalb sie ihre erblindete Mitschülerin nun besser verstehen. Sie selbst empfand es im Großen und Ganzen als normal, bis auf die extreme Dunkelheit, da sie noch Helligkeit erkennen kann. Die Schüler berichteten, dass sie sich auf die anderen Sinne verlassen mussten und die Fantasie eine große Rolle gespielt hat. Außerdem erzählten sie, dass es merkwürdig war, dem Führer zu vertrauen, obwohl sie ihn noch nie zuvor gesehen hatten. Alle hielten den Sehsinn für unverzichtbar.

Friedrich: “Blind zu sein, wäre für mich so, als würde man mir eine Torte geben, aber sie mir wegnehmen, bevor ich sie essen konnte.”

Wenn sich die Schüler entscheiden müssten, würde die Mehrheit den Hörsinn abgeben.

Die Begründungen waren zum Beispiel, dass man beim Reisen noch alles sehen kann und alleine Autofahren kann, oder aber dass man ohne den Hörsinn trotzdem anders kommunizieren kann (mit Zettel und Stift).

Donnerstag und Freitag analysierten sie Filme, bei denen es um landestypische Klischees ging und präsentierten diese vor der Klasse. -7c-

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5. Der Wolf kehrt zurück

Die Klasse 8c behandelte als Thema zur Projektwoche unter der Leitung von Herrn Allers:

Die Rückkehr der Wölfe in Europa8c_b1

Ausgewählt wurde das Projekt, da es ein aktuelles und kontroverses Thema ist.

Seit ca. 1850 gilt Deutschland als wolfsfrei. Im Mittelalter wurden die eigentlich scheuen Raubtiere systematisch verfolgt und getötet. Mittlerweile gibt es laut Schätzungen in Deutschland wieder ca. 100 Wölfe, welche seit dem Jahr 2000 unter Naturschutz stehen.

Zum einen freuen sich viele über die steigende Population des bis zur Entwicklung der Weidewirtschaft verbreitetsten Säugetiers der Welt, zum anderen fordern viele Jäger sowie um ihren Viehbestand fürchtende Landwirte einen Eintrag des Wolfes in das Jagdgesetz, das den Wolf unter besonderen Schutz stellt..

Der Wolf scheint allmählich die Angst vor dem Menschen abzulegen. So riss ein Wolf beispielsweise am helllichten Tag in Schleswig Holstein vor den Augen von zeitweise sogar sieben Personen einige Schafe. Er konnte erst nach ca. 50 Minuten vom Wolfsexperten Dirk Hadenfeldt mit Gummigeschossen vertrieben werden.

Die Schüler sollten sich nach der Projektwoche eine Meinung zum Thema Wolf bilden können. Hierzu wurde die Klasse in sechs Arbeitsgruppen mit jeweils eigenen Themen, die sie während der ersten drei Projekttage bearbeiteten, unterteilt.

Bearbeitet wurde unter anderem das Thema: „Wolf und Hund“ als historischer Rückblick. Früher wurden Wölfe gezähmt und so entstand der heutige Hund, was man dem Chihuahua allerdings nicht mehr ganz anmerkt. …

Ein weiteres Thema war aufgrund der oben genannten Konflikte zwischen Wolf und Mensch das „Wolfsmanagement in Schleswig-Holstein“.

Ferner ging es bei „Kunst um den Wolf“ um die Faszination, die der Wolf bei vielen Künstlern auslöst und um entsprechende Kunstwerke.

Bei „Wolfsliteratur“ wurden Geschichten, in denen der Wolf thematisiert wird, behandelt.

Zudem gab es das Thema „Biologie des Wolfes“, wobei der Titel selbsterklärend ist.

„Wolfsverbreitung“. Hierzu fuhr die Klasse am Mittwoch den 28.05.2015 in den Wildpark Eekholdt und ließ sich eine Führung der dortigen Wolfsexpertin geben.

Jede Gruppe präsentierte dann am Freitag ihr Gruppenergebnis der Klasse samt Lehrer. -8c-

6. Leben mit Behinderungen im europäischen Vergleich

Die Klasse 8a beschäftigte sich in der Projektwoche unter der Leitung von Frau Bober und Frau Malzahn mit dem Thema “Leben mit Behinderungen im europäischen Vergleich”.

Am Dienstag teilten sie zunächst Gruppen ein und sprachen erstmalig explizit über dieses Thema. Am Mittwoch sollten die Schüler selbst das Gefühl bekommen, wie es ist mit einer Behinderung, für sie die sonst selbstverständlichen Dinge im Alltag wie zum Beispiel einkaufen, zu absolvieren. Sie fuhren mit Rollstühlen und gingen mit Augenbinden, also blind, durch die Stadt.

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“Im Rollstuhl durch die Stadt zu fahren empfand ich als bedrückend, überall wurde man anguckt. Es war ein unschönes Gefühl,          man fühlte sich als wär man ein Außerirdischer!” – meinte ein Schüler der Klasse 8a.

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Danach war ein Termin im Rathaus geplant, der aber leider abgesagt wurde. Am Donnerstag erstellten die Schüler einen Parcours, um noch einmal aus eigener Hand zu erfahren, wie es ist, mit Einschränkungen zu leben. Am Freitag schauten sie den Film “Erbsen auf  halb sechs” und gestalteten eine Wandzeitung, um sich die gesammelten Eindrücke, Erfahrungen und Informationen nochmals vor Augen zu führen und zu verdeutlichen.

“Das Projekt war sehr interessant, es war eine Erfahrung das Leben mal aus der Sicht eines eingeschränkten Menschen zu sehen und zu erleben, auch wenn man sich nicht vorstellen kann jeden Tag so zu leben.”– eine Schülerin der Klasse 8a.

Als Fazit aus dem Projekt mit den gesamten gemachten Erfahrungen ziehen sie und nehmen für die Zukunft mit, Leute mit einer Behinderung so zu akzeptieren und nicht zu diskriminieren, weil es ihnen selber schlagartig so ergehen und ihr komplettes Leben verändern könnte. -8a-

7. London – Metropole des 21. Jahrhunderts

London (im Südosten Englands gelegen) ist einer der bedeutendsten, größten und modernsten Städte Europas. Unter anderem deswegen hat sich die Klasse Q2f unter der Leitung von Herrn Jahn für eine Studienfahrt dorthin entschieden, die vom 14.-19. Juni geplant ist. Um sich in London besser orientieren zu können, die Stadt näher kennen zu lernen und einen groben Überblick zu bekommen, entwickelte das Erdkundeprofil zu verschieden Themen (mit Bezug auf London und auf die Studienfahrt) ein Poster. Zu den Themen gehörten unter anderem: ,,Transportation”, ,,Roman London”, ,,London in Film und Fernsehen” und ,,City planning and Architecture”.

Der offizielle Name für das Projekt lautet: ,,London – Metropole des 21. Jahrhunderts”.

Die Schüler begannen zunächst die Themen zuzuweisen und eine grobe Plakatskizze anzufertigen.

(Am Mittwoch konnte die Klasse leider nicht weiter am Projekt arbeiten, da sie zur Nordjob nach Flensburg sollte, um sich auf mögliche Studiengänge oder Berufszweige einzustimmen und allgemeine Berufsinformationen zu erhalten.)

Ein Schüler gab an, besonders von der Vermischung neuer und alter Architektur und den verschiedenen multikulturellen Ebenen in London fasziniert zu sein. Die konkrete Gestaltung der Plakate fand am Donnerstag statt, welche mit Glitzer und gebastelten Kleinigkeiten sehr kreativ ausfiel.

Auf die Kreativität und Vielfalt in London, besonders bezüglich des Kleidungsstils,  schienen sich die Schüler auch sehr zu freuen. In London sei es normal, anders herumzulaufen, in kleineren Städten wie Rendsburg würde man schief angeschaut werden, wenn man etwas trägt, das von der Norm abweicht. Das  riesige Kaufhaus ,,Harrods” sei ebenfalls ein Highlight, auf das man sich freue. Der Überfluss in diesem Haus stelle man sich gigantisch und sehenswert vor. Die Belebtheit in einer Weltmetropole und das Zurechtfinden schien die Schüler nicht zu beunruhigen; sie sahen es als willkommene Abwechslung an, viel zu sehen und zu erleben, weil es in London schlicht und ergreifend Aktionen und Ausstellungen zu jedem Thema gebe, über das man sich näher informieren möchte. Die Klasse hat ebenfalls extra für die Studienfahrt ein T-Shirt mit den Namen der gesamten Klasse entworfen und bereits für jeden bedruckt.

(Zwischendrin erhielten die Schüler erneut ein wenig Berufsinformationen für Abiturienten von Frau Fobian von der Arbeitsagentur in Neumünster.)

Am Freitag erfolgten die abschließende Gestaltung und die Ausstellung der Plakate im Klassenraum.    – Q2f –

8. Roms europäisches Erbe

Die Bedeutung der lateinischen Sprache ist in Europa ständig präsent. In jedem europäischem Land steckt ein Stück weit Rom. Unter anderem um dieses ,,Stück Rom” genauer zu entdecken fand die Studienfahrt der Klasse Q2a dieses Jahr  in das Zentrum der Antike statt.  Das dort Erlebte fasst das Lateinprofil unter der Leitung von Frau Stöckigt unter dem Motto ,,Roms europäisches Erbe” zu einem lockeren Ehrfahrungsbericht zusammen.

Jeder der Schüler arbeitet zusammen mit mehreren Partnern an einem Tagesbericht, der dann später Teil eines Büchleins wird. Insgesamt war die Klasse 6 Tage (vom 20.04.15 bis 26.04.15) in dem ehemaligen Zentrum der Welt. Das Lateinprofil besuchte unter anderem das Forum Romanum, die Via Appia und natürlich auch das Colosseum.

Eine Schülerin berichtete sehr gerne von der Fahrt. Sie sagte, es sei schön gewesen, mit der Klasse gemeinsam etwas zu unternehmen und zusammen die vielen Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Besonders die Mischung der Relikte und die Geschichte einer der bedeutendsten antiken Metropolen und einer  industrialisierten, modernen Millionenstadt schienen faszinierend zu sein. Die Klasse habe zum Beispiel  in der U-Bahn einen als Gladiator verkleideten Mann gesehen, der zu seiner Arbeit als Touristenführer im Colosseum  fuhr, um die tote Geschichte Roms lebendig zu machen.

Obwohl das römische Imperium längst zerbröckelt ist, hinterlässt es doch einer der maßgebenden Spuren, wenn nicht sogar die maßgebende Spur in dem modernen Europa. Überall ist der antike römische Einfluss zu spüren, besonders natürlich in der Sprache, aber auch in der Rechtsprechung und  im Straßennetz. So ist die Lehre römischen Rechts Teil eines jeden Jurastudiums und unser heutiges Straßensystem ist dem römischen nachempfunden.

Nach einer Stadtralley durch Rom, fuhr die Klasse in das Zentrum des Christentums, in den Vatikan. Dies war für eine Schülerin neben dem Colosseum einer der beeindrucktesten Sehenswürdigkeiten, da sowohl die Nähe zum Papst als auch die Größe des Petersdoms imposant sei – auch als Nichtkatholikin. Hier sei besonders die Spuren die Geschichte der Christenverfolgung zu spüren.

Ebenfalls wurden die Kaiservillen bei Tivoli besucht. Diese seien zum Leben erweckt worden durch Brunnen, Teiche, Gärten und viele Bilder im Inneren. In Rom selbst habe es viele Touristen gegeben, sodass man die wirklichen Römer nicht zu Gesicht bekam, bzw. sie nicht von den hauptsächlich vorhandenen Touristen unterscheiden konnte. Einige der tatsächlichen Römer seien die Straßenverkäufer, die sehr penetrant Gegenstände wie z.B. Selfiesticks verkaufen wollten, gab eine Schülerin an.

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Q2a im Theater von Ostia

 

 

 

 

Die moderne Kultur sei übertüncht von der bekannten Geschichte und man bemerke eine große Hektik in der Metro und an den Touristenhotspots.

Nichtsdestotrotz sei es die Fortschrittlichkeit der antiken Römer, die die Massen fasziniere und Rom zu einem Besuchens werten Reiseziel mache.  – Q2a –

 

9. Grundlagen der elektronischen Informationsübertragung im europäischen Raum

Der Oberstufenkurs Q2c hat sich im Rahmen der Projektwoche mit den Grundlagen der elektronischen Kommunikation im europäischen Raum befasst.

Verschiedene Schaltungen wurden erst theoretisch behandelt und später nachgebaut, um sie besser zu verstehen. Das Ganze kam dem praktischen Physikunterricht sehr nahe.

Sie haben auch verschiedene Experimente mit Elektrischen Schwingkreisen, mechanischen Analogrammen und Drehpendeln gemacht.

Der Oberstufenkurs Q2c hat eine Dreipunktschaltung aufgebaut die eine ungedämpfte Schwingung erzeugt. Das bedeutet, dass der Verlust der Schwingung der durch Reibung entsteht, ausgeglichen wird und die Schwingung konstant bleibt. Diese Schaltungen werden in die meisten elektronischen Geräte eingebaut, um elektronische Signale zu senden. Es gibt verschieden Arten von Schwingkreisen die verschieden Aufgaben haben.

Parallelschwingkreise wurden früher für Telefonanlagen verwendet, um die Sprachsignale und die Gebührensignale zu den jeweiligen Sendern zu übermitteln. Sie werden auch zum Abstimmen von Sendern auf die Richtige Frequenz benutzt. Mit Saugkreisen werden andere Signale unterdrückt. – Q2c –

 

10. Projekt „Vögel unserer Heimat Schleswig-Holstein – europaweit“

Im Rahmen der Projektwoche der Herderschule im Mai 2015 haben die Schülerinnen und Schüler der 6d das Thema : Vögel unserer Heimat Schleswig-Holstein-europaweit in vier Bausteinen an 4 Tagen erarbeitet.

Am ersten Tag gab es eine Einführung in die Vogelkunde in 4 Kapiteln:

Die Besonderheiten des Vogelkörpers: das leichte Skelett zum Fliegen, die Körperbedeckung durch das Gefieder, die Ernährungsweise korrespondiert mit der Schnabelform, die Fortpflanzung gelingt mit Hilfe der hartschaligen Eier.

Am zweiten Tag besuchte uns der Ornithologe Herr Reiser vom Eulenschutzprogramm SH im Biologieraum für einen Vortrag mit sehr eindrucksvollen Bildern, kleinen Filmen und Tondokumenten über die hier wieder angesiedelten Eulen und Käuze.

Der Naturschutz, hier im Besonderen der Eulenschutz, setzt sich auseinander mit den Widrigkeiten des Überlebens dieser Vögel in einer vom Menschen dominierten Welt.

Diese erlaubt auch den Eulen und Käuzen nur in besonders gestalteten und geschützten „Insellagen“ ein Dasein; in einer industrialisierten Landwirtschaft und in einer stark versiegelten und zersiedelten Naturlandschaft haben sie es schwer Nahrung zu finden oder ihre Nester zu bauen.

DSCI1032 Der dritte Tag widmete sich den Zugvögeln im schleswig-holsteinischen Wattenmeer.

Wir fuhren mit der Bahn nach Husum und besuchten dort im Nationalparkhaus die sehr schöne und gut gestaltete und sehr gut informierende Ausstellung der Stiftung Schutzstation Wattenmeer.

Der ornithologisch versierte Jannis Dillmann erläuterte den Schüler_innen die sehr schönen Stopfpräparate, die Fotos und Erklärungen auf Plakaten zu unseren beiden Zugvögeln, denen wir uns besonders widmen wollten:

  • den Weltmeistern im Langstreckenflug (4500 km in einem Stück!),

den kleinen Watvögeln Knutts, auch Küstenstrandläufer genannt. DSCI1045

  • Den Ringelgänsen, die im Deichhinterland und in der Nähe der Küstenlinie im Watt sowohl Gras als auch Seegras fressen und so manche Weidefläche kahl hinterlassen, wenn sie sich zu Tausenden im Frühjahr und im Herbst hier bei uns niederlassen, bevor auch sie zur geschützten Fortpflanzung nach Sibirien, in die Arktis, fliegen oder nach Afrika zum Überwintern.

Jannis nahm uns dann auf eine Wandertour an den Deich nördlich von Husum mit, wo wir mit Hilfe unserer mitgebrachten Ferngläser und Spektive ruhende Eiderenten, Austernfischer, Silbermöwen, Rotschenkel und Kiebitze im Deich-Hinterland beobachten konnten und einen großen Schwarm Ringelgänse. Sie suchten keilförmig fliegend ein schützendes Waldgebiet, um sich vor dem prasselnden Regen und den Sturmböen in Sicherheit zu bringen. Wir hätten sie so gern beim Fressen beobachtet.

Wir selbst trotzen dem Unwetter mit wetterfester Kleidung und Durchhaltevermögen….und konnten unsere Brotzeit in einem schützenden Unterstand einnehmen, bevor die Wanderung zurück nach Husum begann.

 

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Das Zeitfenster zur Vogelbeobachtung war nicht groß genug: man muss zum „Vogelkiek“ viel Geduld und Muße haben. Das gelingt mit einer eintägigen Exkursion von Rendsburg aus nur mit großem Glück….das hatten wir eben nicht…

Der letzte Tag der Projektwoche war sowohl eine Aufarbeitung der Exkursion

als auch eine 4-stündige Einheit mit dem Kunstlehrer Herrn Ahrnsdorf, der die Erfahrungen zu Eulen und den beiden Zugvögeln von jeder/m Schüler_in in ein Wort- Zeichnungen-Bild zusammenfassen ließ.

Es war insgesamt schön, einmal mit Muße und Gründlichkeit ein solches Thema bearbeiten zu können.

Ingrid Paulsen, als Projektleiterin

 

11. Projekt Verkehrserziehung während der Projektwoche 2015 für die 5. und 6. Klassen

Die gemeinnützige Gesellschaft „Verkehrswacht SH, Region Rendsburg“ informierte die Orientierungsstufenschüler_innen der Herderschule sehr anschaulich über die Gefahren der „ 4 toten Zonen“ im Bereich der LKWs im Straßenverkehr.

In Gruppen waren sie selbst entweder die „Nicht-Sichtbaren“ oder…auf dem Fahrersitz… die Nicht– Sehenden. An beiden Seiten des LKW , direkt vor dem LKW und in der gesamten Breite hinter dem LKW werden Verkehrsteilnehmer nicht gesehen!

Die Schüler_innen erfuhren, dass es lebensnotwendig erforderlich ist, sich außerhalb dieser „toten Zonen“ aufzuhalten!

Die besonderen Spiegel, die viele deutsche LKWs schon haben , um wenigstens rechts und vor dem LKW besser sehen zu können, haben viele ausländische LKWs nicht . (Pl)

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