In den Verordnungen zum
Schulgesetz heißt es: „An den Regionalschulen und Gymnasien bilden die
Jahrgangsstufen 5 und 6 als Phase der Orientierung eine pädagogische Einheit
(Orientierungsstufe). Durch Beobachtung und Förderung der schulischen und persönlichen
Entwicklung ist die für die Schülerin oder den Schüler geeignete Schulart zu
ermitteln. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den Eltern.“ (OstVO,
4.7.2011 §1(1)).
Dabei
ist zu beachten, dass die Wiederholung einer Klasse sowie ein Schulartwechsel
innerhalb der Orientierungsstufe nur im Ausnahmefall möglich sind. Durch
abgestimmte Lehrpläne und Stundentafeln von Gymnasien und Regionalschulen ist
ein Schulartwechsel nach der Orientierungsstufe möglich.
Die
Versetzung in die Jahrgangsstufe 7 des Gymnasiums erfolgt, sofern die Leistungen
in nicht mehr als einem Fach schlechter als ausreichend sind. Ansonsten wird der
betreffende Schüler/ die betreffende Schülerin in die 7. Jahrgangsstufe einer
Regional- oder Gemeinschaftsschule schrägversetzt.
Die Klassen 5 und 6 werden in der Regel von
einem Klassenlehrerteam geleitet. Das hat den Vorteil, dass Schülerinnen
und Schüler und auch Eltern zwei Ansprechpartner haben, die sich intensiv um
die Belange der Klasse kümmern. Auch uns Lehrerinnen und Lehrern kommt der
Teamgedanke zugute: Der Austausch über die Kinder der Klasse wird intensiviert,
viele der anfallenden Tätigkeiten verteilen sich auf zwei Schultern.
Während der ersten drei Tage haben die neuen
SextanerInnen keinen Unterricht nach Plan, sondern erleben ihre „Kennenlerntage“.
In dieser Zeit sind sie hauptsächlich mit ihren beiden Klassenlehrkräften
zusammen, lernen einander und die Schule besser kennen, frischen Lernmethoden
auf oder lernen diese neu (Wie gestalte ich meinen Arbeitsplatz, wie packe ich
meinen Ranzen, zu welchen Zeiten lernt es sich gut? Usw.). An jedem dieser Tage
haben die Kinder auch eine Stunde Sport.
Die Zeit nach den Kennenlerntagen ungefähr
bis zu den Herbstferien ist eine Zeit der Eingewöhnung.
Erfahrungsgemäß geht dieser Prozess für die neuen Sextanerinnen und Sextaner
sehr schnell. Von Lehrerseite versuchen wir, vorhandene Unterschiede bezüglich
des Lern- und Leistungsstandes der Kinder auszugleichen, um dann im Rahmen der Möglichkeiten
die Methoden, das Lerntempo und teilweise auch Unterrichtsthemen der Klasse
anzupassen.
Wir sind uns darüber im Klaren, dass Lernen
an sich so unterschiedlich ist wie die Menschen selbst, und so gibt es an der
Herderschule verschiedene Konzepte und damit vielfältige Möglichkeiten der
individuellen Förderung, sowohl in Bezug auf die Leistungsfähigkeit als auch
auf die Neigungen der Kinder.
So ermöglichen die im SJ 2010/2011 eingeführten
Intensivierungsstunden das Arbeiten
mit nur einer halben Lerngruppe, wodurch sich die Lehrkraft in besonderem Maße
einzelnen Kindern widmen kann. Die zwei wöchentlichen Intensivierungsstunden können
z.B. im Fach Deutsch (zwei Deutsch-Kollegen teilen sich die Klasse) und in den Fächern
Englisch und Mathematik (je eine Mathematik- und eine Englischlehrkraft teilen
sich die Klasse, wöchentlich wird die Teilgruppe getauscht) liegen. Dabei kann
die Teilung der Klasse nach unterschiedlichen Kriterien vorgenommen werden: nach
Leistungsstand der Kinder, nach Zufallsprinzip, nach Geschlechtern usw. Jede Art
der Aufteilung bietet wiederum andere Lernchancen!
Darüber hinaus bieten wir für leistungsschwächere
Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, an einer Hausaufgabenbetreuung
teilzunehmen und/ oder fachspezifische Förderkurse
zu besuchen, die je nach Bedarf und Anzahl der Interessenten eingerichtet
werden. Für lese-rechtschreibschwache Kinder werden in der Sexta sowie in der
Quinta Förderkurse angeboten, außerdem gibt es einen Kurs Deutsch als
Zweitsprache.
Für Kinder mit besonderen Begabungen werden
unter anderem vielfältige Plus- und Enrichmentkurse in angeboten.
Weitere Möglichkeiten der Förderung
finden Sie auf unserer Homepage unter dem Stichwort Kompetenzzentrum für
Begabtenförderung.
In den Jahrgängen 5 und 6 gibt es jeweils
eine Bläserklasse, die im Musikunterricht als Klassenensemble probt. In einer
zusätzlichen Stunde bekommen die Kinder Gruppenunterricht von einer
Musikschullehrkraft. Vorkenntnisse auf dem Instrument sind ausdrücklich nicht nötig,
da das Konzept darauf basiert, dass alle Kinder ihr Instrument von Grund auf
lernen. Für den Instrumentalunterricht sowie für den Instrumentenverleih und
die Noten fallen monatlich 35 Euro an. (è
Bläserklasse)
Des Weiteren gibt es im Musikbereich ein
vielfältiges AG-Angebot, das im instrumentalen Bereich die Little Band, die Big
Band und die Funk & Soul AG umfasst. Im vokalen Bereich gibt es in jeder
Jahrgangsstufe die Möglichkeit, in einem Chor zu singen. Dabei stellt der
Sextachor eine Besonderheit dar, weil er im ersten Halbjahr als Pflichtchor
gestaltet ist, wodurch eine große Anzahl an Schülerinnen und Schüler den Spaß
am Singen für sich entdeckt.
Auch im naturwissenschaftlichen, sportlichen
und sprachlichen Bereich bieten wir Schülerinnen und Schülern durch
unser umfangreiches AG-Angebot die Möglichkeit, individuellen Interessen
nachzugehen sowie ihre Fähigkeiten einzubringen und zu erweitern. So gibt es
die Möglichkeit, z.B. an der Forscherzeit,
diversen Sport-Arbeitsgemeinschaften, auch Jugend
trainiert für Olympia, an der DELF- oder Russisch-AG teilzunehmen. (è
Arbeitsgemeinschaften)
Unterricht:
In der Sexta erhalten die SuS 30
Wochenstunden Unterricht und haben keinen Nachmittagsunterricht.
|
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MO |
DI |
MI |
DO |
FR |
|
1.
7.45-8.30 |
Chor |
D |
E |
Int. M |
Ek |
|
2.
8.35-9.20 |
E |
Sp |
M |
Sp |
D |
|
3.
9.35-10.20 |
Rel |
M |
D |
M |
Bio |
|
4.
10.25-11.10 |
M |
E |
Mu |
Ek |
Bio |
|
5.
11.25-12.05 |
M |
Mu |
Rel |
Int. D/E |
Ku |
|
6.
12.10-12.55 |
D |
Ek |
Sp |
E |
Ku |
In der Quinta, mit der Einführung der 2.
Fremdsprache Latein oder Französisch, haben die SuS 32 Wochenstunden Unterricht
und einen langen Tag. An diesem liegt eine Mittagspause in der 7. Stunde, in der
die Kinder an einer frei wählbaren Mittags-AG teilnehmen und Gelegenheit zum
Essen haben. Es ist auch möglich, ein warmes Mittagessen zu bekommen (èDieses
bitte online vorbestellen: schulverpflegung-nord.de!).
|
|
MO |
DI |
MI |
DO |
FR |
|
1.
7.45-8.30 |
M |
Rel |
Bio |
E |
D |
|
2.
8.35-9.20 |
M |
Rel |
Bio |
E |
D |
|
3.
9.35-10.20 |
Ku |
L/F |
Int. D |
D |
L/F |
|
4.
10.25-11.10 |
Ku |
Sp |
M |
Sp |
G |
|
5.
11.25-12.05 |
L/F |
E |
G |
M |
Sp |
|
6.
12.10-12.55 |
Mu |
Mu |
E |
L/F |
M |
|
7.
13.05-13.50 |
Mittagspause |
Int. M/E |
- |
- |
- |
|
8.
13.50-14.35 |
D |
- |
- |
- |
- |
|
9.
14.45-15.30 |
Bio |
- |
- |
- |
- |
Und auch das noch...
Wichtig ist uns auch unser Präventionsprogramm,
das mit Lions Quest beginnt. Es wird von ausgebildeten Lehrerinnen und
Lehrern, oft je nach Bedarf/Aktualität, im laufenden Unterricht angewandt. Hier
geht es in den ersten Monaten darum, als Klasse eine funktionierende Gruppe zu
werden. Des Weiteren werden Themen wie die Entwicklung des eigenen
Selbstvertrauens, das Verhältnis zu Familie und Freunden sowie Suchtprävention
behandelt. Die Präventionsarbeit wird in der Mittelstufe fortgesetzt (è
Präventionskonzept).
Außerdem bereichern
unterschiedliche Ausflüge und Klassenfahrten den Unterrichtsalltag, die
weitgehend individuell von den Klassen- und Fachlehrkräften geplant werden,
oftmals passend zum jeweiligen Unterrichtsgegenstand. (è Das
Fahrtenkonzept).
Wir pflegen regelmäßige Kontakte zu den
Grundschulen, in einem jährlichen Austausch können die
Grundschullehrerinnen und -lehrer erfahren, wie es mit ihren Schützlingen bei
uns weitergeht. Außerdem beraten wir an diesem Nachmittag über verschiedene
Themen, die für den Wechsel von der Grundschule in das Gymnasium relevant sind,
um den Übergang für die Kinder so fließend wie möglich zu gestalten.
Besuchen Sie unsere Informationsveranstaltung
am Dienstag, den 14. Februar 2012, die für Sie und Ihre Kinder um 17.30
Uhr mit einem selbst gewählten Rundgang durch unsere Schule beginnt, bei
dem Sie einen Einblick in verschiedene Fächer und Arbeitsgemeinschaften
erhalten, und die mit einer kurzen zentralen Information in der Aula endet –
wir freuen uns auf Sie!
Wr