Auch Kinder haben Rechte

Werke des Leistungskurses Kunst, 12. Jahrgang


Fast schon täglich sieht man Bilder von verwahrlosten Kindern, von Kindersoldaten aus „fernen“ Ländern, Bilder von missbrauchten oder geschlagenen Kindern, Kriegskindern, Bilder von Kindern, die am Existenzminimum leben müssen, Bilder von Kindern, die in einer Gefriertruhe aufgefunden wurden...

Die Liste ist lang. Egal ob Zeitung oder Fernsehen – durch die Medien wird man häufig mit derartigen Fakten konfrontiert, jedoch distanziert man sich zunehmend davon. Will man sich in einer Zeit, die von Konsum und Überfluss geprägt ist, überhaupt noch mit solchen Grausamkeiten auseinandersetzen? Die „heile Welt“ wird doch schon genug durch die Wirtschaftskrise zerstört. Viele versuchen deswegen unangenehme Tatsachen zu ignorieren und schließen die Augen statt besser hinzusehen.

Kriegssoldaten im Kongo, missbrauchte, verschleppte und verkaufte Mädchen in Indonesien. Das alles scheint viel zu weit weg zu sein. Dabei wird jedoch übersehen, dass auch in unmittelbarer Nähe Vergehen, nicht nur physischer, sondern auch psychischer Art, an Kindern begangen werden. Keiner kann genau sagen, was sich in manch einem bunten Kinderzimmer abspielt und die Vorfälle, die in den Nachrichten berichtet werden, sind nur ein Bruchteil der wirklich begangenen Straftaten. Eine Dunkelziffer.

Wir als Kunst-Leistungskurs des 12. Jahrgangs der Herderschule haben uns bildnerisch mit diesem Thema auseinandergesetzt. Die dabei entstandenen Kunstwerke thematisieren beispielsweise Kinderprostitution, Kindesmisshandlung, Verwahrlosung oder Straßenkinder, aber auch viele andere Bereiche und sind sehr ausdrucksstark – sogar drastisch. Die Technik konnte individuell gewählt werden. Es wurden z. B. viele Bilder „klassisch“ auf Leinwand oder Papier gemalt, mit dabei sind allerdings auch Collagen.

 

© Fotos: Rs